Emmi spürt den starken Schweizer Franken

Dem grössten Schweizer Milchverarbeiter Emmi liegt der starke Franken auf dem Magen. Emmi musste im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatzrückgang um 5,6 Prozent hinnehmen. Das Luzerner Unternehmen zeigt sich aber trotzdem für die Zukunft zuversichtlich.

Der grösste Milchverarbeiter der Schweiz, Emmi, spürt den starken Schweizer Franken.

Bildlegende: Der grösste Milchverarbeiter der Schweiz, Emmi, spürt den starken Schweizer Franken. Keystone

Der Umsatz sank 2015 auf 3,21 Milliarden Franken. Überdurchschnittlich und stärker als erwartet ging der Umsatz in der Schweiz zurück. «Wir spüren, dass die Leute im Ausland einkaufen und zwar auch Milchprodukte», sagt Emmi-Mediensprecherin Sibylle Umiker, «und auf der anderen Seite wird in den heimischen Regalen mehr zu günstigeren Import-Produkten gegriffen.» Stark unter Druck sei das Produktesegment Käse.

Keine Auswirkungen auf Produktionsstandort Schweiz

Hingegen positiv verlaufen sei die Entwicklung bei den Frischprodukten wie Jogurt und Milchgetränken. Die wichtigen Marken von Emmi wie beispielsweise Caffè Latte seien gewachsen. Einen grossen Beitrag geleistet, um die Umsatzeinbusse in der Schweiz zu mildern, habe das Auslandgeschäft, teilt Emmi mit. «Der Umsatzrückgang hat keine negativen Auswirkungen auf Stellen», sagt Sibylle Umiker, «es is nicht geplant, Stellen in Luzern oder in der Schweiz abzubauen». Im Gegenteil: Emmi investiere in den nächsten Jahren in Emmen einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Produktionsanlagen.
Die genauen Gewinnzahlen gibt Emmi am 24. März 2016 bekannt.