Emmi-Zugpferd Caffè Latte

Der grösste Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat im letzten Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Franken erwirtschaftet. Erfreulich hat sich vor allem das Auslandgeschäft entwickelt.

Abgefüllte Becher von Caffè Latte von Emmi

Bildlegende: Emmi hat 2012 erstmals 100 Millionen Caffè Latte produziert. Keystone

Der Zuwachs 2012 beträgt 9,6 Prozent. Die Erwartungen im internationalen Geschäft wurden laut Emmi «übertroffen». Am stärksten legte Caffè Latte in Spanien mit einem Plus von 50 Prozent zu. Ähnliches beobachtet Emmi auch in anderen Ländern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Die Menschen würden bei grossen Anschaffungen sparen, sich aber im Alltag etwas «spezielles wie Caffè Latte gönnen», sagt Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker. Obwohl der Becherkaffee im Vergleich mit Konkurrenzprodukten im teuren Segment anzusiedeln ist. Emmi hat letztes Jahr erstmals über 100 Millionen Becher produziert.

Heimmarkt Schweiz gesättigt

Den Marktanteil in der Schweiz für Milchprodukte konnte Emmi halten. Der Nettoumsatz reduzierte sich aber. Das sei auf nicht kostendeckende Logistikdienstleistungen zurückzuführen, aber auch auf den markanten Importdruck, beispielsweise beim Mozzarella.

Neu verkauft Emmi auch Milch in China, wo die Nachfrage nach etlichen chinesischen Milchskandalen, gross ist. Im Fokus steht dabei das Milchpulver, bei dem Emmi aber wegen dem Ausbleiben überschüssiger Milch nicht mit markanten Zuwachszahlen rechnet.