Engagierte Debatte um Flüchtlings-Mehrfamilienhaus in Brunnen

Die Gemeinde Ingenbohl-Brunnen plant einen Neubau, um Asylsuchende unterbringen zu können. Unter dem Strich rechne sich das. An der Gemeindeversammlung am Montagabend wurde dieser neue Ansatz engagiert diskutiert.

Gemeindeversammlung in der Aula Brunnen

Bildlegende: Rund 250 Bürgerinnen und Bürger besuchten die Gemeindeversammlung in der Aula Brunnen. SRF/Dario Pelosi

Die Schwyzer Gemeinde Ingenbohl-Brunnen hat Mühe, genügend Wohnraum für die ihr zugeteilten Asylsuchenden zu finden. Deshalb will der Gemeinderat einen neuen Weg beschreiten: Auf gemeindeeigenem Grund plant er den Neubau eines Mehrfamilienhauses, wo Flüchtlinge ein neues Zuhause finden sollen.

Das sei zwar anfänglich mit grossen Kosten für den Bau verbunden. Langfristig sei diese Lösung aber günstiger, weil die Investition nachhaltiger sei als die Installation von Containern. Die Gemeinde müsse auch nicht mehr monatlich über 25'000 Franken Miete für Wohnungen bezahlen.

An der Gemeindeversammlung wurde diese Idee kontrovers, aber fair diskutiert. Auf der einen Seite äusserten sich Personen, die Sicherheitsbedenken hatten oder grundsätzlich keine Flüchtlinge aufnehmen wollten. Andere wiederum begrüssten die pragmatische Lösung der Gemeinde.

Der definitive Entscheid über das geplante Mehrfamilienhaus für Flüchtlinge fällt am 28. Februar an der Urne.