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Erfolg des Museums Aargau «Marketing muss vom Inhalt gesteuert sein»

Legende: Audio Marco Castellaneta über das Marketing von Museen (14.10.2017) abspielen.
7:54 min

Das Museum Aargau vereint unter einem Dach sieben historische Stätten. Dazu gehören die Schlösser Lenzburg, Hallwyl, Wildegg und Habsburg, das Kloster Königsfelden, der Legionärspfad und das Römermuseum Vindonissa. Jedes Jahr zählt das Museum Aargau rund 270'000 Besucher.

Seit einem Jahr leitet der 53-jährige Luzerner Marco Castellaneta das Museum Aargau. Vor seinem Stellenantritt im Kanton Aargau war Castellaneta in der Geschäftsleitung des Schweizerischen Nationalmuseums als Leiter Museumsbetriebe engagiert, davor hatte er viele Jahre in verschiedenen Funktionen bei Ringier und anderen Medienunternehmen gearbeitet.

Als Direktor des Museums Aargau beschäftigt sich Castellaneta unter anderem mit Marketingfragen. Im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF geht Castellaneta darauf ein, wie sich ein Museum vermarkten soll und blickt auf sein erstes Jahr als Museumsdirektor im Kanton Aargau.

Aussagen von Marco Castellaneta

Das Museum Aargau vermarktet seine verschiedenen Ausstellungen mit dem Slogan «Geschichte am Originalschauplatz erleben». Diesem Slogan
werden alle Aktivitäten des Museums unterstellt.

Das Marketing muss in Einklang mit dem Inhalt des Museums sein. Ein Beispiel, wie das funktionieren kann, zeigt das Schloss Wildegg, das für seine Gärten bekannt ist. Wildegg ging eine Partnerschaft mit der Organisation Pro Specie Rara ein und organisiert seither rund ums Jahr Veranstaltungen wie den Setzlingsmarkt, die zum Schloss aber auch zur Organisation Pro Specie Rara passen. Von einer solchen Partnerschaft profitierten beide Seiten.

In den nächsten Jahren will Castellaneta mit dem Museum Aargau einen dritten Geschichtsstrang aufarbeiten. Nach den Römern und den Schlössern soll die Industriegeschichte ein Schwerpunkt werden. Geplant ist dafür aber kein neues Museumsgebäude. Diese Geschichte soll an den Originalschauplätzen mit digitalen Hilfsmitteln erzählt werden.

Könnte Marco Castellaneta auf der grünen Wiese ein neues Museum konzipieren, würde er ein Museum entwickeln, in dem die Besucher sich beteiligen können und ihre eigenen Objekte mitbringen und ihre Geschichte erzählen.