Erfolgreiche Quartierbeiz mit sozialem Hintergrund

Die «Libelle» im Luzerner Maihof ist ein gemütliches, modern eingerichtetes Quartierrestaurant. Und es ist eine soziale Institution: ein Projekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks, welches Arbeitslosen oder Flüchtlingen den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen soll.

Das Quartierrestaurant mit sozialem Hintergrund: Die «Libelle» im Luzerner Maihofquartier.

Bildlegende: Das Quartierrestaurant mit sozialem Hintergrund: Die «Libelle» im Luzerner Maihofquartier. zvg

Seit der Eröffnung der «Libelle» vor eineinhalb Jahren haben rund 50 Personen das Wiedereingliederungsprogramm absolviert. Dieses ist ganz auf die Stellensuche ausgerichtet. Die «Libelle» bietet keine geschützten Arbeitsplätze an, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können höchstens 6 Monate im Restaurant arbeiten.

Das Konzept funktioniere bisher sehr gut, so die erste Bilanz der Geschäftsführerin Franziska Kramer: «Über die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten eine Stelle finden.» Ins Programm aufgenommen werden Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger oder auch Flüchtlinge.

Die «Libelle» legt grossen Wert auf die Ausbildung: Ein Tag in der Woche ist dafür reserviert, mit Deutschkursen, Küche- oder Serviceschulung und Bewerbungstraining. Der Rest der Woche besteht aus praktischer Ausbildung während der Arbeit.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Das RAV hat den 62-jährigen Jonel Samanc ins Programm des Restaurants Libelle geschickt. Es ist es vielfältige Gruppe von Menschen - Arbeitslose, Flüchtlinge, Sozialhilfeempfänger oder Menschen mit leichten Behinderungen - die hier den Einstieg oder Wiedereinstieg in die Arbeitswelt versucht.

    Luzerner Projekt bringt Hoffnung für Langzeitarbeitslose

    Aus Rendez-vous vom 5.1.2016

    Wer eine Stelle sucht, braucht aktuelle Arbeitserfahrung, doch je länger jemand arbeitslos ist, desto weniger kann er oder sie davon bieten.

    Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk will diesen Teufelskreis mit einem innovativen Projekt durchbrechen: Im Restaurant Libelle in Luzern werden Arbeit und Stellensuche kombiniert.

    Beat Vogt