Erfolgreiches Förderungsprojekt für Kiebitze in Schwyz

Die Stiftung Frauenwinkel startete dieses Jahr mit Unterstützung des Amts für Natur, Jagd und Fischerei ein Kiebitzförderungsprojekt in den kantonalen Naturschutzgebieten Frauenwinkel und Nuoler Ried. Dank gezielter Nestschutzmassnahmen konnten über ein Dutzend junge Kiebitze flügge werden.


Kiebitz mit grünem Federkleid und schwarzer Federtolle am Hinterkopf.

Bildlegende: Die Kiebitze sind vom Aussterben bedroht. zvg

Der Kiebitz ist für sein akrobatische Flugverhalten und sein attraktives grünmetallisch glänzendes Federkleid bekannt. Die Zahl der Kiebitze geht seit den 1980er-Jahren in der Schweiz und in Europa stark zurück. Als Gründe werden Lebensraumverlust durch die Verbuschung von Riedflächen oder die Intensivierung der Landwirtschaft genannt. Aber auch die steigenden Erholungsbedürfnisse der Menschen haben dem störungsempfindlichen Kiebitz zugesetzt.

Vom Aussterben bedroht

Der Bestand der Kiebitze ist so drastisch gesunken, dass er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt ist. Einige der wenigen verbliebenen Brutstandorte im Kanton Schwyz befinden sich in den Naturschutzgebieten Frauenwinkel und Nuoler Ried. In diesen Gebieten werden seit Jahren Massnahmen zu Gunsten der Kiebitze umgesetzt (Besucherlenkung, Entbuschungsaktionen etc.) Bisher blieb der Bruterfolg jedoch trotz den ergriffenen Massnahmen gering.

Erste Erfahrungen

Gemäss den ersten Auswertungen konnten dieses Jahr im Frauenwinkel drei und im Nuoler Ried elf Brutpaare festgestellt werden. Von den Jungkiebitzen im Frauenwinkel überlebte - trotz aller Massnahmen - keiner. Die Gründe dafür sind unklar. Anders sieht es dafür im Nuoler Ried aus. Dort sind über ein Dutzend junge Kiebitze flügge geworden, was eine klare Steigerung gegenüber den Vorjahren darstellt. Im nächsten Jahr soll das Projekt fortgesetzt werden.