Erste Zuger Integrationsklasse in der Stadt Zug

Mitte Oktober startet in der ehemaligen Ludothek in der Stadt Zug die erste Zuger Integrationsklasse. Kinder von Flüchtlingen und Asylbewerbern werden künftig nicht mehr direkt in den Gemeinden eingeschult. Gemeinden und Kinder sollen profitieren.

Junger Flüchtling mit einem Deutschheft.

Bildlegende: Fünf bis junge Flüchtlinge werden ab Mitte Oktober in der Zuger Integrationsklasse Deutsch büffeln. (Symbolbild) Keystone

Den Auftrag, eine Integrationsklasse zu schaffen, fasste der Zuger Regierungsrat diesen Frühling vom Parlament. Nach einer Vernehmlassung bei den Gemeinden legte der Regierungsrat im August seinen Bericht und Antrag vor. Voraussichtlich Ende Oktober befasst sich der Kantonsrat mit der Integrationsklasse. Gleichzeitig mit den politischen Arbeiten lief die Suche nach einem geeigneten Standort. Diesen hat man nun in der ehemaligen Ludothek in der Stadt Zug gefunden.

Vorbereitung auf die Regelklasse

Alle Kinder aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich werden künftig zuerst bis zu maximal 12 Monaten die Integrationsklasse besuchen. Dort werden sie auf den Besuch einer Regelklasse in den Gemeinden vorbereitet.

Eine Klasse besteht aus bis zu 14 Schülerinnen und Schülern. «Ich stelle mir eine kunterbunte Mischung von Kindern vor von der ersten bis zur sechsten Primarklasse. In erster Linie lernen sie Deutsch und machen sich mit den hiesigen Gepflogenheiten vertraut», sagt die Zuger Stadträtin Vroni Straub-Müller.

Er sei der Stadt Zug sehr dankbar für ihr Engagement, sagt der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss. Mit der Integrationsklasse würden die Gemeinden entlastet und die Kinder würden profitieren. Pro Klasse soll die Stadt 180`000 Franken jährlich erhalten. Ein Drittel soll der Kanton beisteuern. Der Rest soll auf die 11 Gemeinden verteilt werden nach einem Verteilschlüssel je nach Einwohnerzahl. Die Klasse wird Mitte Oktober eröffnet.