«Es geht um die Sicherheit der Leute, die in den Häusern wohnen»

Der Gemeinderat von Weggis hat diese Woche bekannt gegeben, dass die fünf Häuser im Steinschlaggebiet Horlaui nicht mehr sicher sind. Die Bewohner müssen bis Ende Juli die Häuser verlassen. Gemeindeammann Baptist Lottenbach hat seither viele Reaktionen erhalten.

Baptist Lottenbach, Gemeindeammann von Weggis, vor den Häusern in der Horlaui.

Bildlegende: Baptist Lottenbach, Gemeindeammann von Weggis, vor den Häusern in der Horlaui. SRF

Die Hauseigentümer und Mieter der Horlaui-Häuser habe der Entscheid des Weggiser Gemeinderates geschockt, sagt Gemeindeammann Baptist Lottenbach gegenüber Radio SRF. «Unsere Vorgehensweise rief Kritik hervor. Einige Leute fanden den Entscheid der Gemeinde unverhältnismässig.»

Dass die Bewohner eigenverantwortlich in den Häusern weiterleben können, schliesst Baptist Lottenbach aus. «Das geht nicht. Aufgrund der weiteren Untersuchungen, die wir gemacht haben und dem daraus resultierenden Wissen um die Lebensgefahr, die ein Felssturz herbeiführen kann, könnte der Gemeinderat zur Verantwortung gezogen werden, falls etwas passiert.»

Wohneigentümer werden entschädigt

Die Hausbesitzer und Mieter werden vom Gemeinderat Weggis bei der Wohnungssuche unterstützt. Auch beim Umzug wird ihnen geholfen. Zudem ist die Gebäudeversicherung in Kontakt mit den Eigentümern: «Es gibt eine Entschädigung».

Die Häuser in der Horlaui wurden in den 50ger/60ger-Jahre gebaut. «Damals gab es noch keine Raum- oder Ortsplanung, geschweige denn eine Gefahrenkarte. Eine solche hat Weggis erst seit 2004», sagt Baptist Lottenbach.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr