Fakten zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Luzerner

Wie leben die rund 380'000 Luzernerinnen und Luzerner? Antworten auf diese und andere Fragen liefert der neuste Sozialbericht von LUSTAT Statistik Luzern. Eine Erkenntnis daraus ist: Das traditionelle Familienbild mit dem Vater als Haupternährer verliert an Bedeutung.

Drei Generationen vereint: Grossmutter, Mutter und Tochter

Bildlegende: Die Menschen werden immer älter und die klassische Familienform verliert an Bedeutung. Keystone

Der Kanton Luzern ist in den letzten Jahren gewachsen. Die Leute sind besser ausgebildet und die Familien werden immer kleiner. Die Menschen werden immer älter. Der neuste Sozialbericht zeigt die Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Luzerner Bevölkerung seit 2006 auf.

Ein Grossteil der Familien entspricht dem klassischen Modell. 93 Prozent der Paare mit Kindern sind verheiratet. Am häufigsten arbeitet der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit.

Die Zahl der Vollzeit-Hausfrauen hat in den letzten Jahren abgenommen. «Die traditionelle Familienform mit dem Vater als Haupternährer löst sich immer mehr auf. Nur noch ein Viertel der Familien lebt in der klassischen Rollenteilung» sagt Edith Lang von LUSTAT Statistik Luzern.

Sozialbericht als wichtiges Instrument für die Politik

Die Sozialpolitik müsse mit diesen Veränderungen Schritt halten, erklärt der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf. «Wenn immer häufiger beide Elternteile arbeiten, muss sich die Politik Gedanken machen über Tagesschulstrukturen an der Volksschule» sagt Graf weiter.

Zur Tatsache, dass die Bevölkerung immer älter wird, meint er: «Wir brauchen ein grösseres Angebot an betreuten Alterswohnungen. Damit könnten wir auf einen möglichen Ausbau bei den Pflegeheimplätzen verzichten.»

Ein Ausbau des Sozialstaates will Sozialdirektor Guido Graf nicht. Der Sozialbericht liefere aber wichtige Fakten um die Weichen für die Zukunft zu stellen.