Falken sollen am Flugplatz Buochs für mehr Sicherheit sorgen

Gerät ein Vogel in ein Triebwerk, kann es am Flugplatz zu brenzligen Situationen kommen. Auf dem Flugplatz Buochs ist ein Pilotprojekt gestartet worden, um zu testen, ob abgerichtete Greifvögel Möwen, Krähen und Graureiher mit Attacken vom Flugplatz vertreiben können.

In das Projekt involviert sind das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), das Bundesamt für Umwelt (BAFU), die Nidwaldner Jagdverwaltung sowie ein Falkner aus Solothurn, wie es in einem Magazin des BAFU heisst.

Bei dem Versuch kommt seit mehreren Monaten sporadisch ein Falkenweibchen zum Einsatz, das vor allem Krähen auf dem Rollfeld schlägt und verzehrt. Dies soll Artgenossen abschrecken und sie vom Flugplatz fernhalten.

Noch befindet sich das Projekt gemäss dem Bericht in der Pilotphase. Wird es weitergeführt, soll ein Präventionsvogel abgerichtet werden, der alle grösseren Vögel angreift. Dafür sind gemäss dem Bericht geschätzte zwei bis drei Monate Schulung und danach regelmässiges Training erforderlich.

Falke.

Bildlegende: Vergrämung von Vögeln mit Falken: Auf Militärflugplätzen in Spanien hat sich die Methode bewährt. Keystone

Im Jahr 2014 registrierte der Flugplatz Buochs ein Dutzend Kollisionen mit Vögeln. Seit Mai 2015 testen dort die Pilatus Flugzeugwerke ihren neuen Business-Jet PC-24. Abschüsse kamen für die Verantwortlichen des Flugplatzes nicht in Frage. Bei den Vögeln handelt es sich teils um geschützte Tiere. Zudem würden laut Experten geschossene Tiere bald durch Neuankömmlinge ersetzt.