Zum Inhalt springen
Inhalt

10 Jahre Fanarbeit «Fanarbeit ist nicht der verlängerte Arm der Polizei»

Seit 10 Jahren gibt es die Fanarbeit Luzern. Sie übernimmt die Vermittlerrolle zwischen Behörden, FCL und Fans.

FCL-Choreografie: Grosse Zeichnung von Mann mit weissen Haaren und Bart und Schild in der Hand.
Legende: Gelebte Fankultur: Choreografie der FCL-Fans im März 2017 in Aarau. Keystone

Schon im Jahr 2006 initiierte die damalige Regierungsrätin Yvonne Schärli 2006 einen «Runden Tisch». Anlass waren Ausschreitungen von Fans des frisch aufgestiegenen FC Luzern rund um den Bahnhof Luzern.

Die Aussprache mit allen Beteiligten zeigte auf, dass der Dialog mit den Fans verbesserungswürdig war.

Gründung Fanarbeit Luzern

Relativ zügig wurde die Fanarbeit eingeführt. Mit der gemeinsamen Finanzierung durch Stadt und Kanton Luzern und dem FC Luzern stand das Projekt finanziell auf soliden Beinen und im Frühling 2007 konnte es gestartet werden. Erster Fanarbeiter war Christian Wandeler. In der Anfangszeit wurde die Fanarbeit von Medien und bürgerlichen Parteien heftig kritisiert.

Eine Erwartung war: Jetzt gibt es die Fanarbeit und jetzt geht die Gewalt zurück. Und zwar sofort.
Autor: Christian WandelerEhemaliger Fanarbeiter Luzern

Gebetsmühlenartig musste man erklären, was die Fanarbeit kann und was sie nicht kann, sagt Christian Wandeler.

Regelmässige Treffen

Die Fanarbeit sei das Scharnier zwischen Polizei, Behörden, FCL, VBL, SBB und den Fans. Regelmässig gibt es Treffen. Einmal im Jahr lädt Regierungsrat Paul Winiker zu einem «Runden Tisch». Es brauche jemanden, der den Draht zur Fanszene in der Kurve hat, ist Paul Winiker überzeugt. So könne ein Dialog zwischen den verschiedenen Parteien rund um ein Fussballspiel stattfinden.

Das man sich gegenseitig kennt, sei von Vorteil.

Es ist gut wenn man einander kennt und der Fan ein Gesicht bekommt
Autor: Paul WinikerJustiz- und Sicherheitsdirektor

In den letzten zwei Jahren sind die Fussballspiele auf der Allmend ruhig und sicher verlaufen. Deshalb konnte die Polizei mit dem Sicherheitsdipositiv zurückfahren. Erneute Ausschreitungen könne man aber nie ausschliessen, das wissen inzwischen alle Beteiligte. Die Fanarbeit könne man dafür nicht verantwortlich machen. Auch sie habe ihre Grenzen, sagt Paul Winiker.

Nach 10 Jahren überlegt man sich, wie sich die Fanarbeit weiterentwickeln soll. Es gibt verschiedene Überlegungen dazu - eine davon ist: Weg von der Gewaltprävention hin zu mehrJugendarbeit.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stefan Gisler (Stefan Gisler)
    Tja wenn ich so sehe was auf den sogenannten Fanrängen abgeht.... Könnt ihr die Arbeit einstellen. Macht es so wie in England. Nur mit gut zureden, Händchen halten und diese sogenannten Fans verteidigen hilft nicht. 10 Jahre und immer noch diese Probleme...Ziel nicht erreicht. Deshalb bleiben viele Leute weg von Fussballspielen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen