E-Sports FC Luzern sucht virtuelle Fussballer

Der FC Luzern will nicht nur auf dem Spielfeld Fussball spielen, sondern künftig auch am Bildschirm. Der Club organisiert am Wochenende ein grosses E-Sport-Turnier, auf welchem er nach Spielern Ausschau halten will, die künftig in den Farben des FCL virtuell Fussball spielen.

Mann vor Mikrophon

Bildlegende: Daniel Frank: «Wir möchten zwei E-Sportler engagieren, die in den Farben des FC Luzern virtuell Fussball spielen.» SRF/Dario Pelosi

Warum will sich der FC Luzern im Bereich E-Sports engagieren?

Daniel Frank: Wir sind begeistert von der E-Sport-Szene und wollen in dieser Zielgruppe der 16- bis 20-Jährigen präsent sein. Der FCL ist bereits Teil des Fifa-Games, wir sind also quasi schon auf dem Bildschirm. Und nun wollen wir auch vor dem Bildschirm mitspielen.

Bereits am letzten E-Sports-Turnier in der Swissporarena kamen die Gamer zahlreich

Bildlegende: Bereits am letzten E-Sports-Turnier im Stadion Allmend kamen die Gamer zahlreich. ZVG/FCL

Sie suchen an diesem E-Sport-Turnier nun Ihre künftigen Spieler. Wie muss man sich das vorstellen?

Die Spieler treten an Spielkonsolen gegeneinander an - mit Blick aufs Stadion. Wir möchten die 32 besten Spielerinnen und Spieler in eine weitere Runde mitnehmen. Und im Juli soll dann feststehen, welche unsere E-Sportler sein werden.

Wird es eine Art E-Sport-Super-League geben?

Entsprechende Tendenzen sind erkennbar. Diverse Super-League-Clubs beschäftigen sich ernsthaft mit dem Thema. Ich kann mir vorstellen, dass schlussendlich jeder Club einen oder mehr E-Sportler stellen wird.

Wie werden diese Spieler auftreten?

Die Spieler werden geführt wie normale Profi-Spieler des FC Luzern. Er erhält ein eigenes Leibchen, eigene Autogrammkarten. Er muss sich aber auch verhalten wie ein echter Profi. Sport und gute Ernährung sind da wichtig.

Was kostet das den FC Luzern?

Wir suchen noch einen Sponsor. Wir rechnen mit einem Budget von rund 50'000 Franken für die ersten Jahre.

Das Gespräch ist gekürzt wiedergegeben und führte Dario Pelosi