«FCL wird ohnehin mehr für Sicherheitskosten zahlen müssen»

Die Vorschläge der Hochschule Luzern, dass Fussballclubs bei den Sicherheitsmassnahmen mehr Verantwortung übernehmen, kommen bei der Luzerner Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli gut an. Der FCL werde künftig ohnehin mehr zahlen müssen. Entsprechende Forderungen habe das Kantonsparlament deponiert.

Polizisten versammelt vor einem Fussballspiel.

Bildlegende: Polizisten im Einsatz bei einem Fussball-Spiel des FCL - hier im Jahr 2007. Keystone

Yvonne Schärli kann sich vorstellen, dass sich die Polizeikosten reduzieren lassen, wenn die Fussball-Clubs verstärkt bei Sicherheitsmassnahmen mithelfen. Allerdings müsse die Polizei präsent bleiben, bei ihr liege das Gewaltmonopol des Staates. Um wieviel sich die Sicherheits-Kosten verringern könnten, sei darum schwierig abzusehen.

Im Jahr 2015 laufe aber der Vertrag des Kantons mit dem FC Luzern aus. Dieser regelt, welchen Kostenanteil der Fussball-Cub übernehmen muss. Aus dem Kantonsrat sind Forderungen hängig, den Kostenanteil des FCL von heute 55 auf 80 Prozent zu erhöhen.

In einer Studie hat die Hochschule Luzern die Empfehlung abgegeben, dass sich Fussball-Clubs künftig stärker für die Sicherheit bei Fussballspielen engagieren sollen. Dabei sollen sie auch mehr Kosten übernehmen.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Sicherheitsmassnahmen rund um die Spiele des FC Luzern in der letzten Saison über drei Millionen Franken kosteten. Besonders teuer sind Heimspiele, zu denen die Gästefans per Extrazug anreisen.