Finanz-Institut der Hochschule zieht nach Rotkreuz

Trotz Gegenwehr der Stadtzuger Vertreter hat der Kantonsrat entschieden: Sowohl die Abteilung Informatik als auch das Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern werden in Rotkreuz in der Suurstoffi angesiedelt. Bereits nächstes Jahr werden erste provisorische Räume bezogen.

Das IFZ in Zug.

Bildlegende: Das Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) zieht vom jetzigen Standort in Zug weg. zvg

Quer durch alle Fraktionen wehrten sich mehrere Stadtzuger Parlamentarierinnen und Parlamentarier dagegen, dass das IFZ aus Zug wegzieht. Es könne doch nicht sein, dass ein solches Institut an die äusserste Ecke des Kantons ziehe, sagte etwa Cornelia Stocker (FDP).

«Dörfli-Denken vergessen»

Baudirektor Heinz Tännler (SVP) appellierte an die Stadtzuger Volksvertreter, ihr Dörfli-Denken doch für einmal zu vergessen. Man müsse hier in grösseren Dimensionen denken. Die Distanz zwischen Zug und Rotkreuz sei ja in etwa zehn Minuten bewältigt. Die Mehrheit des Rates war seiner Meinung, genehmigte den Umzug und passte den Richtplan entsprechend an.

Das IFZ wird somit aus dem Zuger Zentrum unmittelbar beim Bahnhof wegziehen und kommt auf den Informatik-Campus in Rotkreuz. Dort wird bereits gebaut, so dass der Schulbetrieb im Herbstsemester 2016 in einem Provisorium aufgenommen werden kann.

Der Neubau wird ab 2017 realisiert und soll 2019 bezugsbereit sein. Er wird Platz für rund 1000 Informatik- und mehrere hundert IFZ-Studierende bieten.

Für den Aufbau des Informatik-Campus in Rotkreuz genehmigte der Kantonsrat in der selben Sitzung eine Anschubfinanzierung von einer Million Franken.