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Hilfspaket für das Spital Einsiedeln
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 31.07.2020.
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Finanziell angeschlagen Lebenserhaltende Massnahmen für das Spital Einsiedeln

  • Nach längeren Verhandlungen ist das Rettungspaket für das finanziell angeschlagene Spital Einsiedeln geschnürt.
  • Am 9. August 2020 kommt es an die Urne.
  • Die meisten Parteien stehen hinter dem Paket – mit Ausnahme der Grünliberalen.

Das Rettungspaket besteht aus mehreren Teilen. Da sind einerseits 6.5 Millionen Franken, die der Bezirk dem Spital zahlen würde, ohne dass das Geld später zurückgezahlt werden muss. Hinzu kommt ein Darlehen von über vier Millionen Franken. Und schliesslich soll der Bezirk auch noch mit 10 Millionen Franken bei den Kreditgebern für das Spital bürgen.

Grosses finanzielles Risiko

Das heisst: Im besten Fall zahlt der Bezirk 6.5 Millionen Franken, wenn es beim Spital jedoch auch nach der Finanzspritze weiter kriselt, dann können es bis zu 20 Millionen Franken sein, die der Bezirk einschiessen muss.

Verschiedene Parteien sind am Rettungspaket beteiligt: Die Stiftung Krankenhaus Maria zum finsteren Wald, die Eigentümerin der Immobilien ist, der Bezirk Einsiedeln und verschiedene Gläubiger.

Die Betreiberin des Spitals, die Ameos Gruppe, profitiert nicht direkt von der Finanzspritze.

«Kein grosses Risiko»

Trotz des Risikos, bis zu 20 Millionen Franken zu verlieren, ist Bezirksammann Franz Pirker überzeugt, dass ein ausgewogenes Rettungspaket geschnürt werden konnte. «Wir sind zuversichtlich, dass es bei 6.5 Millionen bleibt und wir die restlichen Beträge bis 2030 zurückbekommen.»

Auch Markus Hauenstein, der Präsident der Spital-Stiftung, schaut optimistisch in die Zukunft. «Ich denke nicht, dass der Bezirk ein grosses Risiko eingeht. Die Ameos Gruppe hat signalisiert, dass sie sich in Einsiedeln langfristig engagieren will. Das garantiert uns Mietzinseinnahmen, womit wir die Darlehen zeitgerecht zurückzahlen können.»

Fast alle grossen Parteien stellen sich hinter das Rettungspaket. Einzig die GLP hat eine Stimmfreigabe beschlossen – innerhalb der Partei gibt es Kritiker und Befürworter. Kantonsrat Rudolf Bopp gehört zu den Kritikern.

Letztes Wort hat das Volk

«Die Risiken liegen vollumfänglich beim Bezirk, er muss die finanzielle Last ziemlich einseitig tragen», sagt Bopp. Die Kreditgeber – unter ihnen die Schwyzer Kantonalbank – kämen ziemlich ungeschoren davon. «Sie verzichten einzig auf ihre Zinsen, was in Zeiten von Minuszinsen kein wirklich grosser finanzieller Beitrag ist.»

Das letzte Wort haben die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Einsiedeln. Sie gehen am 9. August an die Urne.

Regionaljournal Zentralschweiz, 31.07.2020, 12:03 Uhr;

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