«Fragwürdiges Standortmarketing»

Die Volkswirtschaftsdirektion schreibt Zugs politische Stabilität explizit der seit Jahrzehnten bestehenden konservativen Mehrheit an Wählerinnen und Wählern zu. Die Alternative - die Grünen will sich nicht unterstellen lassen, «destabilisierend» für den Kanton Zug zu sein.

Blick auf den Zuger Stadtkern

Bildlegende: Die Volkswirtschaftsdirektion Zug preist die bürgerliche Regierung als Standortvorteil an. Keystone

Teilt die Zuger Regierung die Haltung der Volkswirtschaftsdirektion, dass nicht-konservative (moderne, liberale, sozialdemokratische, grüne oder linke) Bürgerinnen und Bürger sowie Parteien, die diese vertreten, den Kanton politisch und finanziell destabilisieren? - Das ist eine der Fragen der Fraktion Alternative - Die Grünen ALG an die Zuger Gesamtregierung.

Die Partei stört sich daran, dass die Volkswirtschaftsdirektion im Internet den Kanton unter anderem damit anpreist, dass sechs von sieben Regierungsräten einer konservativen Partei angehören. Ausserdem sorge eine satte Mehrheit von konservativen Wählerinnen und Wählern für Zugs Stabilität. «Diese Darstellung unterstellt, dass nicht-konservative Wählende und Politikerinnen den Kanton Zug destabilisieren», sagt Stefan Gisler, der Fraktionschef der ALG. Das sei eine fragwürdige Haltung und werde der Realität nicht gerecht.