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Frauen an die Fasnachts-Macht In Reiden haben sechs Frauen die Fasnacht gerettet

Der Höhepunkt der Reider Fasnacht war am Freitag der grosse Umzug. Dass überhaupt gefeiert wird, war lange nicht klar.

Noch im Sommer war nicht klar, ob in diesem Jahr in Reiden überhaupt Fasnacht gefeiert wird. Die Fasnachtsgesellschaft stand vor der Aulösung. In die Bresche gesprungen sind sechs Frauen, die gleich ein paar Dinge verändert haben.

Umzug neu am Freitag

Dass in Reiden nicht mehr mit einem grossen Umzug gefeiert wird, das war für Rita Stanger undenkbar. Sie suchte Leute, die mithalfen die Fasnacht zu beleben, und fand fünf Kolleginnen. Dass diese sechs Frauen die Initiative ergriffen, fand viele positive Rückmeldungen.

Bei den Schnitzelbänken hiess es sogar, die Reider Fasnacht habe kein Schnäbi mehr.
Autor: Rita StangerPräsidentin Fasnachtsgesellschaft Reiden

So seien sie sogar bei den Schnitzelbänken am Schmutzigen Donnerstag thematisiert worden.

Als erste Änderung haben sie den Hauptfasnachtstag vom Güdisdienstag auf den Fasnachtsfreitag verschoben. So sei es der Bevölkerung besser möglich, mit dabei zu sein, weil viele nur einen Tag frei nehmen müssen. Und auch auf die Anzahl Umzugsnummern hat sich der Wechsel positiv ausgewirkt. In diesem Jahr haben sich doppelt so viele Nummern angemeldet wie noch 2017.

«Wir können nicht alle Probleme von Reiden lösen»

Auch die Rückmeldungen bei den Umzugsbesuchern am Freitag waren durchwegs positiv. Und auf den ersten Blick schien es auch, dass mehr Menschen den Strassenrand säumten als früher. Äusserst positiv also für Reiden, eine Gemeinde, welche in letzter Zeit oftmals auch negativ in den Schlagzeilen war.

Könnten da die sechs Fasnachts-Retterinnen nicht auch gleich die anderen Probleme von Reiden lösen? «Nein, wir machen jetzt erstmal die Fasnacht neu», lacht Rita Stanger. «Aber gerade die Geschichten, welche in letzter Zeit über die Gemeinde zu lesen waren, haben die Bevölkerung enger zusammenrücken lassen.» Deshalb sei ihr Engagement auch so positiv aufgefasst worden.

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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