Frauen demonstrieren in Luzern ihre Solidarität

«Nicht ohne uns» - unter diesem Motto hat ein überparteiliches Komitee mit einem Podium für die Regierungsratskandidatur von Felicitas Zopfi geworben. Rund 150 Personen - vor allem Frauen - sind dem Aufruf gefolgt. Ihre Botschaft ist unmissverständlich.

«Wir wollen auch in Zukunft eine Frau in der Luzerner Regierung» - mit diesen Worten haben mehrere Besucherinnen am Dienstagabend im Luzerner Regierungsgebäude ihr Kommen erklärt. Sie wollen die SP-Frau Felicitas Zopfi unterstützen.

Unterstützung aus bürgerlichem Lager

Es kamen Frauen aus der Stadt ebenso wie vom Land, Wählerinnen aus dem linken aber auch aus dem bürgerlichen Lager. «Es hapert in unserer Zeit noch immer am Engagement von Frauen für Frauen», sagte die ehemalige Luzerner CVP-Regierungsrätin Brigitte Mürner. Den Frauen bleibe nichts anderes übrig, als dran zu bleiben und nicht locker zu lassen, meinte eine andere Besucherin.

Störaktion sorge für Unmut

Für ein kurzes Intermezzo sorgten am Anfang der Veranstaltung zwei junge Männer. Sie rollten ein Transparent aus auf dem stand «Qualität statt Quoten». Sie wurden ausgepfiffen und aufgefordert, den Saal zu verlassen.

Der zweite Wahlgang für die Luzerner Regierung findet am 10. Mai statt. Um die zwei noch freien Sitze kämpfen nebst der SP-Frau Zopfi der amtierende Finanzdirektor Marcel Schwerzmann und der SVP-Politiker Paul Winiker.