Freude und Ärger der Kantonsobersten

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Zentralschweizer Parlamente leiteten in diesem Jahr wichtige Debatten. Kollegen in der Session per Glocke zur Raison zu bringen, sei keine einfache Aufgabe. Umso schöner sei es, per Stichentscheid Debatten entscheiden zu können, geben sie zu Protokoll.

Fahnen am Luzerner Regierungsgebäude

Bildlegende: Mehr Einigkeit zwischen Stadt und Land: das wünscht sich die designierte Luzerner Kantonsratspräsidentin. Keystone

Sie sind die Höchsten der Zentralschweizer Kantone, gewählt jeweils für ein Jahr: die Präsidentinnen und Präsidenten der Kantonsparlamente. Wenn sie auf das Jahr zurückblicken, erinnern sie sich an spanndene Begegnungen und mühsame Debatten.

«Es ist sehr schwierig, während der Debatte einem Kollegen mit der Glocke das Wort zu entziehen», bilanziert zum Beispiel der Nidwaldner Landratspräsident Maurus Adam.

Stadttunnel und Hochwasserschutz

Im nächsten Jahr stehen in den meisten Kantonen wichtige Debatten an. Im Kanton Zug beispielsweise der Stadttunnel oder in Obwalden der Hochwasserschutz. «Das Ziel ist, diese so gut zu führen, dass wir der Bevölkerung eine mehrheitsfähige Vorlage zur Abstimmung vorlegen können», sagt der Obwaldner Kantonsratspräsident Urs Küchler.

Irene Keller, welche das Luzerner Kantonsratspräsidium Anfang Jahr übernehmen wird, hofft auf mehr Einheit im Parlament zwischen Stadt und Land. Und ihre Schwyzer Kollegin freut sich besonders auf die Rom-Reise des Kantons Schwyz an die Vereidigung der Schweizergardisten.