Frisst die Verbreiterung der Reuss zu viel Land?

Für 167 Millionen Franken plant der Kanton Luzern an der Reuss Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser. Dazu gehört auch die Verbreiterung des Flussbetts. Dagegen wehren sich Landwirte, die dafür ihr Land abgeben müssten.

Landwirt Patrick Schmid und Albin Schmidhauser vom Kanton beim Streitgespräch an der Reuss.

Bildlegende: Hochwasserschutz an der Reuss: Landwirt Patrick Schmid (links) und Albin Schmidhauser vom Kanton sind sich nicht einig. SRF

Das Hochwasserschutz-Projekt besteht aus verschiedenen Teilen. Im oberen Abschnitt der Reuss sollen die rund 150 Jahre alten Dämme erneuert, erhöht und verstärkt werden. Im unteren Teil soll der Fluss verbreitert werden. Dafür werden je 28 Hektaren Landwirtschaftsland und Wald benötigt.

«  Diese Flächen, die wir brauchen, sind gesetzt. »

Albin Schmidhauser
Abteilungsleiter Naturgefahren, Kanton Luzern

Zu viel, finden die betroffenen Bauern, die sich in einer Interessengesellschaft zusammengeschlossen haben. Der Landverlust bedrohe einige Bauern in ihrer Existenz, sagt IG-Präsident Patrick Schmid.

Albin Schmidhauser, der das Projekt beim Kanton Luzern leitet, betont, es gebe keine andere Lösung, die weniger Land benötige: «Diese Flächen, die wir brauchen, sind gesetzt.» Er ist aber zuversichtlich, dass man mit den Bauern eine einvernehmliche Lösung finden wird.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr