«Für Spar-Anregungen offen»

Der Kanton Schwyz kämpft mit Geldsorgen. Nun schlägt der ehemalige Kantonalbankpräsident Alois Camenzind die Gründung einer externen Arbeitsgruppe vor. Dies berichtet der «Bote der Urschweiz». Die Schwyzer Regierung nimmt die Idee einer Groupe de réflexion «interessiert» zur Kenntnis.

Eine externe Arbeitsgruppe soll auch unorthodoxe Sparideen für den Kanton Schwyz unter die Lupe nehmen.

Bildlegende: Eine externe Arbeitsgruppe soll auch unorthodoxe Sparideen für den Kanton Schwyz unter die Lupe nehmen. Keystone

Der Schwyzer Finanzdirektor Kaspar Michel muss zur Zeit jeden Rappen mehrmals umdrehen. Das Geld ist knapp. Die Idee einer externen Arbeitsgruppe, welche auch unkonventionelle Sparideen auf den Tisch bringen könnte, hat Kaspar Michel deshalb «mit grossem Interesse vernommen.»

Kaspar Michel gibt allerdings zu bedenken, dass viele Ausgaben fix verplant sind. Beispielsweise bei der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde. Diese mussten alle Kantone auf Geheiss des Bundes einrichten.

Strukturen im Kanton Schwyz überdenken

Eine Idee von Alt-Kantonalbankpräsident Alois Camenzind betrifft die gemeindepolitische Struktur des Kantons mit seinen Bezirken und Gemeinden. Diese zu verschlanken wäre «eine Überlegung wert» sagt Kaspar Michel. Der Finanzdirektor weist allerdings darauf hin, dass diese Idee beim Volk in den letzten Jahren wenig Anklang fand.

Das Einrichten einer »Group de réflexion» findet auch der langjährige Politbeobachter Iwan Rickenbacher «bedenkenswert.» Spielräume sieht er vor allem bei der Ausgestaltung der staatlichen Leistungen. Beispielsweise, dass die drei Schwyzer Spitäler enger zusammenarbeiten, um Kosten zu sparen. «Wenn einem das Wasser am Halse steht, geht plötzlich vieles» ist Iwan Rickenbacher überzeugt.