Fussball bringt Flüchtlinge und Schüler zusammen

Eigentlich gehörte der Schulsportplatz in Dagmersellen zur so genannten sensiblen Zone. Das bedeutet: Asylsuchende dürfen sich dort nicht aufhalten. Doch dann waren sie doch dort und die Schüler freuen sich, neue Fussballkollegen zu haben. Die Gemeinde hat die Regeln deshalb gelockert.

Asylsuchende auf dem Fussballplatz der Schule Dagmersellen.

Bildlegende: Morgen spielen sie wieder - heute picknicken sie nur: Die Asylsuchenden auf dem Fussballplatz der Schule Dagmersellen. SRF

Bevor die Asylunterkunft in Dagmersellen Anfang Jahr aufgegangen war, machten sich einige Bewohnerinnen und Bewohner Sorgen. Die Gemeinde definierte deshalb unter anderem die Schulsportanlage als «sensible Zone».

Die Asylsuchenden gingen dann aber doch manchmal dorthin - mit unerwarteten Folgen: «Bald hörten wir von Jugendlichen, die zu Hause erzählten, sie hätten mit den Asylsuchenden Fussball gespielt. Und dies sei sehr lustig gewesen», sagt Gemeindepräsident Philipp Bucher.

«  «Sie passen uns und wir spielen zusammen.» »

Tomaš
Schüler aus Dagmersellen

Die Gemeinde hat die Regeln deshalb inzwischen geändert. Die Schulsportanlage gehört nicht mehr zur sensiblen Zone, jedenfalls ab 17 Uhr und am Samstag. Die Kinder freuen sich darüber. Sie rennen immer wieder mit den jungen Eritreern über das Fussballfeld, erzählt ein Schüler: «Sie passen uns und wir spielen zusammen. Es gibt keine Probleme!»

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr