Gemeinnützige Wohnungen in Luzern: Macht die Stadt zu langsam?

Rund 2500 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen müssten über die nächsten 25 Jahre in der Stadt Luzern entstehen. Das sind die Vorgaben der Wohnrauminitiative, die das Volk angenommen hat. Stadtparlamentarier kritisieren die Stadtregierung, sie mache zu wenig für die Umsetzung.

Die Industriestrasse in Luzern: auch hier sollten gemeinnützige Wohnungen entstehen.

Bildlegende: Die Industriestrasse in Luzern: auch hier sollten gemeinnützige Wohnungen entstehen. SRF

Jedes Jahr müssten im Schnitt rund 100 gemeinnützige Wohnungen entstehen, damit die Initiative erfüllt ist. In ihrer Antwort auf einen Vorstoss zieht die Stadtregierung eine erste Zwischenbilanz. In den ersten zwei Jahren nach der Annahme der Initiative waren es je 75 Wohnungen. Die Stadtregierung wertet dies positiv: «Wir sind gut gestartet», sagt Baudirektorin Manuela Jost.

Die Parlamentarier, die den Vorstoss eingereicht hatten, sehen das anders. Auf den städtischen Arealen sei praktisch nichts gegangen, kritisiert Rieska Dommann von der FDP: «Der Stadtrat hält seine Versprechungen nicht ein. Die Leute warten dringend auf diese Wohnungen.» Auch Nico van der Heiden von der SP ist der Meinung, die Stadt mache zu wenig. Er findet, die Stadt müsse mehr Land erwerben, um dieses für den gemeinnützigen Wohnungsbau einzusetzen.

Baudirektorin Manuela Jost hingegen mahnt zu Geduld. Verschiedene Projekte seien am Laufen - deren Auswirkungen würden erst später messbar.