«Genügend Leute zu finden ist ein Kampf»

Im Kanton Luzern gibt es 5600 Feuerwehrmänner und -frauen. Die grosse Mehrheit sind Freiwillige. Doch genügend Nachwuchs für ein Engagement zu begeistern, sei nicht einfach, erzählt Feuerwehrkommandant Patrik Müller aus Emmen.

Der Emmer Feuerwehrkommandant Patrik Müller im Radiostudio.

Bildlegende: Der Emmer Feuerwehr-Kommandant Patrik Müller ist Chef von 150 Feuerwehrleuten. SRF/Miriam Eisner

Am Image kann es nicht liegen, dass die Feuerwehr um Nachwuchs kämpfen muss. Vielen Kindern gilt die Feuerwehr als Traumberuf und auch Erwachsene verbinden fast nur positive Eigenschaften mit den Feuerwehrleuten.

Immer mehr Pendler, welche nicht flexibel einsetzbar sind

Dennoch sei es früher einfacher gewesen, junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern, sagt der Emmer Feuerwehrkommandant Patrik Müller. Heute konkurriere die freiwillige Feuerwehr in den Gemeinden von einem breiten Freizeitangebot Ausserdem arbeiten viele Leute nicht mehr an ihrem Wohnort und sind darum nicht flexibel einsetzbar.

«  Wir zeigen Firmen ganz bewusst auf, was die Feuerwehrleute lernen, das auch den Unternehmen dienen kann. »

Patrik Müller
Feuerwehr-Kommandant von Emmen

Dazu komme, dass die Unternehmen wirtschaftlich unter Druck stünden und ihre Angestellten nur ungerne für Einsätze frei stellten. «Wir zeigen Firmen ganz bewusst auf, was die Feuerwehrleute lernen, das auch den Unternehmen dienen kann», sagt Patrik Müller.

Längst nicht mehr nur Brandbekämpfung

Die Feuerwehren leisten längst nicht mehr nur Einsätze bei der Brandbekämpfung. Nur noch rund ein Drittel der Einsätze betreffe Feuer. Auch Hilfeleistung, beispielsweise bei Hochwasser oder Verkehrsunfällen gehören zu den Aufgaben der Feuerwehr. Dies trage dazu bei, dass die Einsätze vielfältiger, interessant und auch technisch herausfordernd seien, sagt Müller.