Geplantes Parkhaus in Cham sorgt für Stirnrunzeln

Die Zuger Gemeinde Cham will im Dorfzentrum ein neues Parkhaus bauen. Die Gemeindeversammlung stimmt über einen Planungskredit ab. Bei der SP stellt man sich die Frage, ob es dieses Parkhaus überhaupt braucht.

Rund 150 Parkplätze sollen im neuen Parkhaus an der Rigistrasse realisiert werden. Es wird komplett unterirdisch gebaut, und die Gemeinde streicht im Gegenzug 75 oberirdische Parkplätze.

An der Gemeindeversammlung stimmt die Bevölkerung über 36‘000 Franken ab. Dies ist der Anteil von Cham an den Planungskosten.

«Nicht nur aus Sicht der Gemeinde braucht es dieses Parkhaus, sondern auch aus Sicht der Andreas-Klinik und des Pflegezentrums Ennetsee», sagt der Chamer Gemeinderat Markus Baumann. Diverse Ausbauten seien dort in Planung. «Wir haben also einen grossen Bedarf an neuen Parkplätzen.»

Kostenpunkt des Projektes: 6,6 Millionen Franken. Cham würde 1,6 Millionen Franken beisteuern, den Rest übernehmen die Bürgergemeinde und die Andreas-Klinik.

Mit diesen Plänen kann Markus Jans, Co-Präsident der SP Cham, nichts anfangen. Der Kanton Zug plane momentan, das Dorfzentrum mit einer Umfahrung zu entlasten. Da stehe die Idee eines neuen Parkhauses schräg in der Landschaft.

Eine Bucht des Zugersees bei Cham.

Bildlegende: Im Dorfzentrum von Cham soll ein Parkhaus entstehen. Keystone

«Das ist ein Schildbürgerstreich des Gemeinderates», so Jans gegenüber Radio SRF. Ein Parkhaus generiere automatisch mehr Verkehr. Dabei wolle der Gemeinderat ja Mehrverkehr im Dorf verhindern.