Geschichte Engelbergs wird am Stammtisch verhandelt

Obwaldner, Nidwaldner, Lungerer, Engelberger: Sie alle haben einen eigenen Dialekt. Diese Unterschiede und Kulturen prallen in einem neuen Theaterstück aufeinander. Viele Charakterköpfe sitzen beim Beizentheater am Stammtisch. Da können auch schon mal die Fetzen fliegen.

Szene aus einem Beizentheater.

Bildlegende: Am Beizentisch prallen die unterschiedlichen Kulturen aus Engelberg, Ob- und Nidwalden aufeinander. SRF/Christian Oechslin

Engelberg-Obwalden-Nidwalden: Das ist eine komplizierte Dreiecksgeschichte. Diese wird im Theaterstück «Uisi, eysi, iisi Gschicht» beleuchtet. Dabei stehen nicht nur die verschiedenen Dialekte im Zentrum, sondern auch Geschichten, Erzählungen und Vorurteile.

In drei Stammtischgesprächen werden die letzten 200 Jahre des Klosterdorfes Engelberg verhandelt. Die Gespräche sind in den Jahren 1815, 1915 und 2015 angesiedelt. Engelberger, Sarneraataler und Nidwaldner treffen aufeinander.

Diskutiert werden die politische Zukunft Engelbergs, die Auswirkungen der Weltkriege, aber auch politische Themen aus der Gegenwart. Sprüche, Anfeindungen, handfester Streit und Versöhnung sind Bestandteil des Beizentheaters.

Auf die Rivalität der verschiedenen Protagonisten angesprochen, meint Regisseur Werner Matter: «Ob Engelberger, Obwaldner oder Nidwaldner – alle haben ein gesundes Selbstvertrauen.» Und das sei ja nicht per se schlecht.

Beim Beizentheater wird besonderen Wert auf die Sprache gelegt. Es wurde darauf geachtet, dass je zwei Engelberger, Sarneraataler und Nidwaldner beim Theater mitmachen, die auch die Mundart ihres Tales sprechen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr