Gotthard-Autobahn wegen randalierender Fussballfans gesperrt

Am Samstagabend musste die Urner Kantonspolizei die Gotthard-Autobahn bei Schattdorf in Fahrtrichtung Luzern für 20 Minuten sperren. Aarau-Fans warfen über die Autobahn Richtung Tessiner Fans eine Leuchtpetarde.

Die Gotthardraststätte bei Schattdorf.

Bildlegende: Die Urner Kantonspolizei konnte ein eskalieren der Situationauf der Autobahnraststätte verhindern. Keystone

Zuvor waren die zwei Fangruppen des FC Aarau und des AC Bellinzona in der Unterführung der Raststätte aneinandergeraten. Die Urner Kantonspolizei war mit zwei Beamten bereits vor Ort, da sie die Meldung erhalten hatte, dass Tessiner Fussballfans die Wände mit Farbe besprühten.

Zur selben Zeit trafen auf der Autobahnraststätte auf der gegenüberliegenden Seite Fussballfans aus Aarau ein. Sie entdeckten die Tessiner und versuchten durch die Unterführung auf die andere Seite zu gelangen.

«Glück im Unglück»

Die verstärkte Urner Polizei konnte unter Mithilfe von Polizeihunden ein Zusammentreffen der Fans verhindern. «15 bis 20 Aarauer Fans waren vermummt und nach der Niederlage im Tessin aggressiv», sagte Damian Meier, der Chef der Urner Verkehrspolizei gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. «Wir hatten Glück im Unglück.»

Danach warfen Aarauer Fans eine Leuchtpetarde über die Autobahn Richtung Tessiner Fans. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei danach die Autobahn Fahrtrichtung Luzern für 20 Minuten.

Die Urner Kantonspolizei hat die Personalien der Fanarbeiter beider Gruppierungen aufgenommen. Festnahmen erfolgten keine, da die «Situation hätte eskalieren können», führte Damian Meier weiter aus. Man sei aber mit dem Tessiner und dem Aargauer Polizeikorps in Kontakt.