Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Gotthard-Bergstrecke bleibt bei der SBB

Das Bundesamt für Verkehr hat entschieden: Wenn Ende 2016 der Basistunnel in Betrieb ist, soll die Gotthard-Bergstrecke von der SBB weiter betrieben werden - und zwar als Fernverkehrsverbindung. Die Südostbahn hat das Nachsehen.

Zwei Züge kreuzen sich am Gotthard.
Legende: Die Gotthard-Bergstrecke wird weiterhin von der SBB betrieben. Keystone

Die Gotthard-Bergstrecke sei aufgrund ihrer komplexen Abhängigkeiten von angrenzenden Verkehrsangeboten nicht für eine Wettbewerbssituation geeignet, begründete das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Entscheid am Montag. Die bis Dezember 2017 gültige Fernverkehrskonzession verpflichte die SBB dazu, auf der Gotthard-Bergstrecke eine Fernverkehrsverbindung anzubieten.

Stündlich ein Interregio-Zug

Die SBB muss demnach auch nach der fahrplanmässigen Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels auf der Bergstrecke ein stündliches Angebot erbringen.

Damit werde in Schwyz, Brunnen, Flüelen, Erstfeld, Göschen, Airolo, Faido und Biasca weiterhin stündlich ein Fernverkehrszug (Interregio) halten.

Auch die Südostbahn hatte Interesse an der Strecke bekundet. Sie wollte den Voralpen-Express zwischen Romanshorn und Luzern über die Gotthard-Bergstrecke ins Tessin verlängern. Ihre Offerte wird laut BAV nicht weiterverfolgt.

1 Kommentar

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Das ist wieder einmal typisch für das Departement BR Leuthard. Anstatt die alte Gotthard-Strecke der SOB zu übergeben und damit u.a. die Verlängerung der schönen Voralpen-Express-Strecke zu ermöglichen, macht man weiter wie üblich. Die SBB wird diese Strecke eher "verkommen" lassen, da sie sich auf den Basis-Tunnel konzentrieren muss. Im Gegenzug würde die SOB eher versuchen, die Attraktivität zu erhöhen. Ich denke "It's Time to go Frau Leuthard".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen