Gotthardtunnel: Klare Forderungen der Urner Regierung

Die Urner Regierung lehnt den Vorschlag des Bundesrats für den Bau einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard weiterhin ab und setzt sich für eine Sanierung ein.

Der Urner Landamman Josef Dittli (links) und Baudirektor Markus Züst an der Medienkonferenz.

Bildlegende: Landamman Josef Dittli (links) und Baudirektor Markus Züst setzen sich gegen eine zweite Röhre ein. SRF

Keine zweite Röhre: diese Haltung hat das Urner Volk schon vor knapp zwei Jahren an der Urne festgelegt. Die Urner haben jedoch ein weiteres Problem. Wenn der Strassentunnel ohne zweite Röhre saniert wird, dann braucht es für die Lastwagen eine Verladestation. Und diese würde der Bund im Urner Boden bauen.

Dies sei eine zu grosse Belastung für den kleinen Kanton, sagten Landammann Josef Dittli und Baudirektor Markus Züst am Donnerstag Morgen vor den Medien. Eine Studie zeige auf, dass eine Verladestation ebensogut auch in den Kantonen Schwyz, Zug oder Aargau gebaut werden könnte.

Das Eingangsportal des Gotthard-Strassentunnels in Göschenen.

Bildlegende: Das Eingangsportal des Gotthard-Strassentunnels in Göschenen. Keystone

Aber auch für den Fall, dass die zweite Röhre gebaut würde, hat die Urner Regierung klare Forderungen. Sie will die maximale Verkehrsmenge pro Stunde und Richtung auf 1'000 Personenwageneinheiten limitieren. Und es sollen nicht mehr als 3000 LKWs pro Tag durch den Gotthardtunnel fahren dürfen.