Gotthardtunnel: Urner Ständerat schlägt Temporeduktion vor

Der Bundesrat will eine zweite Röhre am Gotthard. Er begründet dies mit der Sicherheit. Der Urner Ständerat Markus Stadler schliesst daraus: Der Tunnel ist momentan zu wenig sicher. Er hat deshalb beim Bundesrat diverse Fragen deponiert – und macht auch gleich eigene Vorschläge.

Lastwagen fahren in den Gotthard-Strassentunnel hinein.

Bildlegende: Unzählige Lastwagen fahren jeden Tag durch das Tunnelportal in Göschenen. Keystone

Der Urner Ständerat Markus Stadler findet die Haltung des Bundesrates widersprüchlich beim Gotthard-Strassentunnel. Einerseits betone der Bundesrat immer wieder, der Gotthardtunnel gehöre zu den sichersten in der Schweiz. Andererseits heisse es, die zweite Tunnelröhre brauche es vor allem wegen der Sicherheit.

«Wenn tatsächlich ein Sicherheitsproblem vorhanden ist, dann muss die Verkehrssicherheit rasch verbessert werden», sagt Markus Stadler. Wenn man auf die zweite Röhre warte, wäre dies unverantwortlich.

Ein Lösungsansatz des Grünliberalen Ständerats: Die Höchstgeschwindigkeit könnte von heute 80 auf bis zu 60 Kilometer pro Stunde gesenkt werden.

«Zudem könnte der Bundesrat den Einbau einer beweglichen Mittelleitplanke prüfen.» Markus Stadler verlangt zudem, dass der Bund den Transport von gefährlichen Gütern nicht erleichtert – zum Beispiel im Seelisbergtunnel. «Die Nord-Süd-Achse würde so zu einer wichtigen Route für Gefahrentransporte und das kann nicht im Interesse der Urner Bevölkerung sein.»