Grosshofabstimmung führt in Kriens zu viel Gesprächstoff

Die Krienser Stimmbevölkerung muss am 22. September über ein geplantes Asylzentrum beim Grosshof befinden. Die Krienser SVP will dieses mittels einer Umzonungsinitiative verhindern. Das Land gehört dem Kanton Luzern. Dieser will sich gegen eine eventuelle Umzonung wehren.

Das Gefängis Grosshof in Kriens. Dort ist ein neues Asylzentrum geplant.

Bildlegende: Das geplante Asylzentrum beim Gefängis Grosshof sorgt in Kriens für einen hitzigen Abstimmungskampf. Keystone

Die Krienser Abstimmungsvorlage ist kompliziert. Wenn man für das Asylzetnrum ist, dann muss man am 22. September ein Nein in die Urne legen. Wenn man kein Aslyzentrum beim Gefängis Grosshof will, muss man die Umzonung unterstützen.

Der Krienser Gemeinderat sowie das Parlament sind gegen die Umzonung - also für das Asylzentrum. Laut dem kantonalen Verteilschlüssel muss Kriens - egal wo und wie - rund 100 Asylsuchende aufnehmen. Diese seien am besten in einem Zentrum, rundum betreut, aufgehoben, ist Sozialdirektor Lothar Sidler überzeugt.

Die Krienser SVP ist gegen das Asylzentrum. Sie will, dass das Volk Ja sagt zur Umzonung, damit die Realisierung der Asylunterkunft nicht mehr möglich ist. «Die Asylsuchenden können sich dezentral verteilt in Wohnungen besser integrieren», sagte Fraktionschef Martin Heiz. In Kriens gebe es jedoch praktisch keine leeren Wohnungen, konterte Lothar Sidler.

Das vorgesehene Land gehört dem Kanton Luzern. «Das Land ist korrekt eingezont, es geht um Solidarität und man kann nicht etwas einfach so verhindern, das rechtlich in Ordnung ist», sagte der zuständige Luzerner Regierungsrat Guido Graf. Die Regierung setze alles daran, ihre Pläne mit dem Asylzentrum Grosshof voranzutreiben.