Gut Aabach: Kein Bauverbot für Vasella

Die Zuger Gemeinde Risch darf auch in Zukunft selber darüber entscheiden, was mit dem Gut Aabach passiert. Linke Kantonsräte haben in einem Vorstoss vergeblich versucht, der Gemeinde dieses Recht zu nehmen. Das hätte dem Besitzer, Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella, langfristig verunmöglicht, zu bauen.

Gut Aabach in der Gemeinde Risch.

Bildlegende: Gut Aabach in der Gemeinde Risch. Keystone

Seit dem Frühling diesen Jahres ist Daniel Vasella Gutsherr: Nachdem die Firma Novartis auf ein Ausbildungszentrum direkt neben seiner Villa verzichtet hatte, sicherte sich Vasella das dazugehörige Land. Dabei handelt es sich um 50 000 Quadratmeter an bester Lage am Zugersee. Was er damit plant, ist nicht bekannt.

Die Alternativ-Grüne Fraktion, die SP und die GLP wollten aber präventiv alle neuen Projekte verhindern. Ihr Vorstoss hätte das Land im Richtplan definitiv als Landwirtschaftszone definiert, zu welcher es jetzt bereits gehört. Die Gemeinde Risch hat allerdings die Möglichkeit, daraus eine Spezialzone zu machen.

Das würde heissen, Bauprojekte sind, wenn auch mit hohen Auflagen, möglich. Nun könnte das Gebiet also erneut zur Spezialzone erklärt werden für ein entsprechendes Projekt. Der Kantonsrat lehnte die definitive Einzonung als Landwirtschaftsland mit 46 zu 14 Stimmen ab, was auch Baudirektor Heinz Tännler begrüsst: «Man darf künftigen Generationen nicht die Möglichkeit nehmen, etwas mit dem Gut zu machen», sagte er.