Hangrutschungen in der Zentralschweiz dauern an

In den Gemeinden Lauerz, Sarnen und Beckenried kommen die Hänge nicht zur Ruhe. Der Regen der letzten Tage hat die Situation nicht verbessert. Im Schadengebiet Beckenried unterstützen nun Zivilschützer die Gemeinde bei den Arbeiten.

Beckenried vom See aus gesehen.

Bildlegende: Der Hang oberhalb von Beckenried ist bis jetzt rund 5 Meter gerutscht. SRF

Die stärksten Bewegungen gibt es nach wie vor im Gebiet Bodenberg oberhalb von Beckenried im Kanton Nidwalden. Der Hang bewegt sich täglich rund 15 bis 20 Zentimeter, wobei vor allem der Lielibach betroffen ist. Um zu verhindern, dass dieser durch Bäume oder Geschiebe verstopft wird, wurde die Uferböschung ausgeholzt. Das Dorf Beckenried befindet sich ausser Reichweite der Abbruchzone. 

«Wir sind froh, dass uns nun Zivilschützer bei den täglichen Arbeiten unterstützen. Sie helfen Strassen und Bäche von Geschiebe zu befreien und transportieren Oberflächenwasser ab», sagt Gemeinderat Urs Christen. So wie er hofft auch Gemeinderat Jürg Berlinger von Sarnen auf eine längere trockene Phase. 

«Wir wissen nicht, wie sich allenfalls starke Regenfälle auf die Hangbewegungen im Gebiet Hintergraben auswirken können. Das wird sich weisen müssen», erklärt Jürg Berlinger. Auch in Lauerz rutscht der Hang oberhalb des Dorfes kontinuierlich weiter. Die Lage habe sich bis jetzt aber nicht verschärft, hiess es beim Kanton Schwyz auf Anfrage.