Herausforderung Agglo: Die neuen Zentren um Luzern

In der Agglomeration Luzern lebt rund die Hälfte der Bevölkerung des Kantons. Derzeit werden drei neue Zentren entwickelt, einerseits beim Stadion Allmend und beim Seetalplatz, andererseits in Ebikon. Hier sind die Herausforderungen besonders gross für angehende Gemeinderätinnen und -Räte.

Die Region Luzern wächst, das vor allem in den Grenzgebieten der verschiedenen Agglomerationsgemeinden. Im Süden der Luzerner Allmend sollen im grossen Stil neue Wohnungen, Platz fürs Gewerbe und eine neue Saalsporthalle entstehen. Das Ganze komplett ausgerichtet auf ein gutes Netz von Bus und Bahn.

Im Norden von Luzern entwickelt sich im Industriebrachland von Emmen ein neuer Stadtteil. Sein Herz bildet der grosse Kreisel auf dem Seetalplatz, welcher derzeit gebaut wird. Dereinst soll er über 1000 neue Arbeits- und Wohnplätze versorgen - per Auto und per Bus.

Vom Strassendorf zu einem lebendigen Dorfzentrum

Am wenigsten weit fortgeschritten ist die Entwicklung im neuen Zentrum Ebikon. Das Dorf entlang der Hauptstrasse nach Zug kämpft mit dem Verkehr. Mit einem Masterplan wollen Kanton, Regionalplaner und Gemeinderat trotz Strasse ein Dorfzentrum schaffen, das attraktives Wohnen und Arbeiten möglich machen soll.

Die Herausforderung ist für die Politik entsprechend gross. Es brauche baldestmöglich eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstrasse, um das Dorf zu beleben, findet Christina Reusser, Gemeinderatskandidatin der Grünen. Zuwarten will da vorerst noch SVP-Kandidatin Heidi Müller. Sie will vor allem eine gute Erschliessung der Gewebebetriebe sichern.

Neues Einkaufszentrum als Herausforderung

Besondere Herausforderung für Verkehr und Gewerbe dürfte die Eröffnung des riesigen Einkaufszentrums «Mall of Switzerland» 2017 sein. Einerseits muss die Gemeinde den Mehrverkehr durch ein verkehrsberuhigtes Zentrum kanalisieren können, andererseits dürfte den Ladenbetreibern im Dorfkern, welche zu einem lebenswerten Zentrum beitragen sollen, ein eisiger Konkurrenzwind entgegen wehen. Man müsse diesen unter die Arme greifen, sagt Müller. Reusser hingegen ist überzeugt, dass kein Gewerbe-Exodus zu befürchten ist, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

Beide sind sich aber sicher, dass Ebikon die Herausforderung eines lebendigen Dorfkerns trotz Hauptverkehrsachse in den nächsten Jahren meistern wird.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.