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Hunde müssen an die Leine Im Kanton Luzern werden Wildtiere besser geschützt

Zwei wenige Tage alte Junghasen schmiegen sich im Weizenfeld an den Boden, um nicht entdeckt zu werden.
Legende: Vor allem Junghasen werden häufig Beute von freilaufenden Hunden. zvg/Nicolas Martinez

Während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 31. Juli gilt im ganzen Kanton Luzern eine Leinenpflicht für Hunde im Wald sowie näher als 50 Meter zum Waldrand. Sie dient dem Schutz der Wildtiere und ihrer Jungen.

Durch freilaufende Hunde besonders gefährdet sind trächtige Rehe und ihre frisch gesetzten Kitze, junge Feldhasen, Füchse oder Dachse sowie am Boden brütende Vögel. Ein Versuchsprojekt mit Junghasen-Attrappen in einem anderen Kanton zeigt, dass diese sehr häufig von freilaufenden Hunden «erbeutet» werden, doppelt so häufig wie von Füchsen.

Die Hunde-Leinenpflicht ist seit 2014 in der kantonalen Jagdverordnung verankert. Mit Inkrafttreten der neuen Kantonalen Jagdgesetzgebung per 1. April 2018 gelten Widerhandlungen gegen die Leinenpflicht als Ordnungsbusse und können mit 100 Franken sanktioniert werden.