Im Kanton Luzern fehlen noch immer 150 Asylplätze

Zehn Wochen hatten die Gemeinden Zeit, Wohnraum für Asylsuchende zu schaffen. Zwar konnten innert dieser Frist 150 neue Plätze bezogen und 100 weitere in Aussicht gestellt werden. Trotzdem fehlen bis Ende Jahr noch 150 Wohnplätze; die Frist wird deshalb verlängert.

Blick auf zwei Wohnhäuser.

Bildlegende: Die Gemeinde Horw ist bereits fündig geworden: sie stellt in diesen beiden Häusern Wohnplätze für Asylsuchende bereit. zvg

Der Kanton Luzern muss pro Monat gut 80 neue Wohnplätze im Asylwesen schaffen. Grund dafür ist die hohe Anzahl asylsuchender Menschen sowie die steigende Zahl anerkannter Flüchtlinge und vorläufig aufgenommener Personen.

Anfang September setzte die Luzerner Regierung darum die Gemeindeverteilung in Kraft. 67 Gemeinden erhielten einen Zuweisungsentscheid mit der Aufforderung, innert zehn Wochen Wohnraum für Asylsuchende bereitzustellen.

Frist verlängert

Innerhalb dieser Frist konnten 150 neue Plätze gefunden und auch bereits bezogen werden, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Weitere 100 Plätze stehen bis Ende Jahr in Aussicht.

Trotz der Bemühungen fehlten bis Ende Jahr immer noch 150 neue Plätze, heisst es. Weil die Wohnraumsuche aufgrund des Wohnungsmarktes in einigen Gemeinden nicht einfach sei, werde die Frist jetzt verlängert, und zwar bis Ende Jahr.