Im Kanton Schwyz werden IV-Bezüger selten zu Sozialfällen

Wird einem IV-Bezüger im Kanton Schwyz die Rente gekürzt oder gar entzogen, landet er nicht automatisch in der Sozialhilfe. Zu diesem Schluss kam die Analyse von Daten über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Offenes Portemonnaie mit Geld drin.

Bildlegende: Die Kürzung von IV-Renten führt im Kanton Schwyz nicht zu einer finanziellen Mehrbelastung der Gemeinden. SRF

In den Jahren 2009 bis 2013 hob die IV-Stelle Schwyz bei insgsamt 261 Versicherten die Rente auf oder setzte sie herab. Eine Analyse der Daten ergab laut Mitteilung der IV-Stelle Schwyz, dass es lediglich bei zehn Fällen oder vier Prozent aller Betroffenen zu einer Verlagerung in die wirtschaftliche Sozialhilfe kam.

Das Resultat entkräfte den immer wieder gehörten Vorwurf, die Invalidenversicherung schiebe ihre Rentenfälle in die Sozialhilfe ab, schreibt die Ausgleichskasse und IV-Stelle des Kantons Schwyz.

Die Analyse wurde von der Koordinationsstelle der interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) durchgeführt. Diese Koordinationsstelle beobachtet die Wechselwirkung der verschiedenen Sozialsysteme und fördert deren Zusammenarbeit. Ziel ist die Integration von Rentenbezügern in die Arbeitswelt.