Im Kloster Wesemlin lärmen die Baumaschinen

Der Umbau der Klosteranlage in der Stadt Luzern hat begonnen: Die erste Etappe für 6,1 Millionen Franken startet mit einer Bohrung für die Erdwärmeheizung. Mit dem Projekt «Oase W» (für Wesemlin) will sich das Kloster künftig auch mehr gegen aussen öffnen.

Ein mobiler Bohrturm im Klostergarten.

Bildlegende: Im Garten des Klosters Wesemlin wird eine Erdsonde für die künftige Heizung mit Erdwärme gebohrt. srf

Die Finanzierung der ersten Bauetappe ist mit Spenden von 2,6 Millionen Franken und dank Eigenmitteln des Ordens garantiert. Sie beinhaltet den Umbau der Kirche, sowie des Westtrakts und des Nordtrakts und soll im April 2014 abgeschlossen sein.

Wohnstudios für temporäres Klosterleben

In der zweiten Etappe folgen der Umbau des Süd- und Osttraktes mit der Bibliothek und den maximal zehn Wohnstudios für klosternahes Wohnen. Die einfachen Studios sollen es Interessierten ermöglichen, am Klosterleben teilzuhaben.

Insgesamt dürfte der Umbau rund 12 Millionen Franken kosten. Im vergangenen Jahr hatten die Kapuziner eine Spendekampagne für die Finanzierung des Umbaus lanciert. «2,6 Millonen Franken kamen bisher zusammen», sagte Bruder Fridolin Schwitter.

Der Umbau ist Teil des Konzepts «Oase-W» (W wie Wesemlin), mit dem sich das Kloster öffnen will, als Ort der Begegnung, des Glaubens und des Betens. Ergänzend zur traditionellen Seelsorgertätigkeit will das Kloster neue Akzente in Meditation, Gebet und Liturgie setzen.

Nach Abschluss der zweiten Bauphase werden die Kapuziner zudem einen Teil des grossen Gartens der Öffentlichkeit zugänglich machen. «Da unsere Ordensgemeinschaft immer kleiner wird, haben wir eine Verpflichtung, unser grosses Gelände zu öffnen», sagte der Projektverantwortliche, Bruder Damian Keller.