Im Zugersee werden die Fische gezählt

Seit Montag sind Forscher auf dem Zugersee unterwegs. Sie untersuchen die Fischarten und ihre Lebensräume. Die Forschungsarbeiten werden im Rahmen des «Projet Lac» der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) durchgeführt.

Zwei Forscher der ETH ziehen ein Fischernetz aus dem Zugersee.

Bildlegende: Zwei Forscher der ETH ziehen ein Fischernetz aus dem Zugersee. ZVG

«Wir haben bisher im Zugersee die erwarteten Fische angetroffen», sagt der Projektleiter Pascal Vonlanthen. Man habe wie in anderen nährstoffbelasteten Seen in der Schweiz weniger Felchen gezählt, dafür aber mehr Egli. Die genauen Ergebnisse stehen erst fest, wenn die Analyse abgeschlossen ist. Dies wird im November der Fall sein.

Peter Ulmann, Co-Leiter des Amts für Wald und Wild des Kantons Zug ist aber überzeugt, dass sich die Untersuchung lohnen wird: «Die Resultate werden uns zeigen, ob unsere Arbeit richtig ist, oder welche Kurskorrekturen für die Zukunft nötig sind», so Ulmann.

Der Kanton frage sich zum Beispiel, ob die richtigen Fischarten auf der Verbotsliste für die Fischer stünden oder ob allenfalls noch zusätzliche Fischarten gezüchtet werden müssten, da sie im See vorhanden, aber nicht überlebensfähig sind. Der Kanton Zug hat 33'600 Franken an die Forschungsarbeiten bezahlt. Der Zugersee wird bis Freitag untersucht.