In Emmen bleibt der Fluglärm ein heisses Eisen

Der Militärflugplatz Emmen und der Fluglärm sind ein Dauerbrenner in der Emmer Gemeindepolitik. In Zukunft könnte der Betrieb noch mehr Lärm verursachen. Deshalb war der Flugplatz am Montag das Hauptthema an den traditionellen Dreikönigs-Gesprächen des Emmer Gemeinderates.

Ein Gripen startet vom Militärflugplatz Emmen.

Bildlegende: Der Flugbetrieb auf dem Militärflugplatz Emmen sorgt immer wieder für Nebengeräusche. Keystone

Rund 15'000 Mal starten und landen jedes Jahr Flugzeuge auf dem Militärflugplatz Emmen. Der Lärm, den sie dabei verursachen, stört viele Leute massiv. Und in Zukunft könnte der Militärbetrieb noch lauter werden, befürchtet Luzius Hafen vom Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen.

Wenn die Armee aus Spargründen andere Militärflugplätze schliessen sollte, müsste Emmen einen Teil der verlorenen Flugbewegungen übernehmen, sagt Hafen. Auszuschliessen sei ein solches Szenario nicht, bestätigt der stellvertretende Kommandant der Luftwaffe, Bernhard Müller.

Die politische Weichenstellung soll bis 2014 passieren. Für den Gemeinderat von Emmen bleibt das Dossier Militärflugplatz darum heikel: Denn der Betrieb bietet zwar Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Profit, auf der anderen Seite beeinträchtigt er die Entwicklung Emmens als attraktiven Wohnort.

Gemeindepräsident Rolf Born hofft aber, dass wenigstens die Flugbewegungen der Patrouille Suisse ab kommendem Sommer seltener werden.