In Erstfeld wachsen in einem Militärstollen bald Shiitake-Pilze

Der Nidwaldner Pilzzüchter Alex Lussi hat vor kurzem vom Kanton Uri den Zuschlag für den Kauf des Militärstollens Ripshausen erhalten. Nun plant er die Zucht von exotischen Pilzen.

Pilzzucht auf Regalen

Bildlegende: So ähnlich wie diese Champignon-Zucht in Wauwil soll dereinst die Shiitake-Zucht in Erstfeld aussehen. SRF

Schon heute produziert die Familie Lussi in Oberdorf bei Stans 85 Tonnen Austernpilze pro Jahr. Nun will der Sohn der Familie neue Wege in der Pilzzucht gehen. Der ehemalige Militärstollen bei Erstfeld bietet dafür die beste Grundlage.

«Im Stollen herrscht fast das perfekte Klima für die Pilze. Es ist schön warm und auch eher feucht. So kann ich die hohen Produktionskosten für die Shiitake senken, weil ich das Klima nicht künstlich herstellen muss», so Alex Lussi gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Bis im Herbst sollen die ersten Pilze wachsen. In einer ersten Phase will Lussi eine Tonne Pilze pro Woche produzieren, später sollen es mehr werden und auch andere Sorten sollen dazu kommen.

Die Schweizer Pilzzüchter seien gezwungen, immer mehr auf die Produktionskosten, die Qualität und Innovationen zu setzen, denn der Konkurrenzdruck aus dem Ausland werde immer grösser, sagte Roland Vonarburg, Präsident des Verbands Schweizerischer Pilzzüchter, anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums des Verbands am Dienstag in Wauwil.