In Pfäffikon gehen 41 Stellen verloren

Der Luftbefeuchter-Hersteller Condair verlegt das Montagewerk vom Zürichsee nach Deutschland. 30 der 41 Stellen werden über Kündigungen abgebaut. Allerdings sollen in Pfäffikon gleichzeitig Arbeitsplätze angesiedelt werden.

Das blau-weisse Gebäude der Firma Condair in Pfäffikon.

Bildlegende: Condair hat auch ihren Hauptsitz in Pfäffikon. zvg

Condair betreibt in Europa vier Werke, in denen Luftbefeuchter und sogenannte Verdunstungskühler montiert werden. Im Lauf dieses Jahres werden diese vier Montagewerke nun in einem neuen Gebäude in Norderstedt, unweit von Hamburg, zusammengeführt.

Davon betroffen ist auch das Werk in Pfäffikon, wie Condair am Donnerstag mitteilte. Die Firma bestätigte damit einen entsprechenden Bericht von «20 Minuten online».

Lehrlinge haben bereits eine Lösung

Am Condair-Standort in Pfäffikon sind von der geplanten Konzentration 41 Mitarbeiter betroffen, wobei 30 Kündigungen ausgesprochen werden. Sieben Mitarbeiter würden vorzeitig pensioniert, alle betroffenen Auszubildenden seien bereits in anderen Firmen untergebracht worden.

Condair-CEO Oliver Zimmermann sagte auf Anfrage von Radio SRF, der Entscheid sei bereits vor über einem Jahr gefällt worden. «Gewisse nationale Tendenzen und politische Entscheidungen wie die Masseneinwanderungsinitiative haben die Attraktivität der Schweiz geschwächt.»

Den Entscheid bestärkt hätten ausserdem die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Pflicht zur Zeiterfassung, welche auf Anfang 2016 in Kraft getreten sei. Die Belegschaft wurde laut Oliver Zimmermann frühzeitig informiert. Es bestehe «ein grosszügiger Sozialplan».

Hauptsitz in Pfäffikon stärken

Condair beschäftigt in Pfäffikon momentan 131 Mitarbeiter. Weltweit sind es rund 600. Nach der Umstrukturierung will Condair alle globalen Innovationsaufgaben sowie die Produktentwicklung für Europa an einem neuen Standort in unmittelbarer Nähe des heutigen Sitzes in Pfäffikon konzentrieren.