In Schwyz ertönen wieder die Chlefeli

In Schwyz gehört zur Fastenzeit die Tradition des Chlefelens: Das rhythmische Schlagen von Holzbrettchen. Der 54jährige Röbi Kessler in Schwyz macht seit Jahrzehnten seine Chlefeli selber.

Der verstorbene Schriftsteller Meinrad Inglin hat einmal das Chlefele so umschrieben: «Chlefeli oder Klefel sind zwei Brettchen, die wir aus hartem Holz schnitzten und oben so einkerbten, dass wir sie zu beiden Seiten des Mittelfingers einhängen und durch das Schütteln der Hand zum Klefelns bringen konnten.»

Es gibt verschiedene Ursprünge für diesen Brauch: Die Castagnetten aus Spanien könnten dafür verantwortlich sein, dass in Schwyz und im Talkessel geklefelt wird. Im Mittelalter mussten sich Aussätzige mit einer Holzklapper ankündigen, damit sich die Gesunden in einem gewissen Abstand halten konnten. Daraus könnte das Chlefeli entstanden sein. Die Rätschen und Raffeln werden in der Osterzeit in den Kirchen eingesetzt. Auch hier könnte der Ursprung des Chlefeli liegen.

Der 54jährige Röbi Kessler in Schwyz macht seit Jahrzehnten seine Chlefeli selber. Seine Sammlung umfasst über 200 Holzarten, mit denen er Chlefeli gemacht hat.

Zum fünfzigsten Mal findet am Freitagabend im Mythenforum in  Schwyz das Priis-Chlefele statt.