In Wolhusen werden weitere Felsstürze befürchtet

Experten befürchten, dass an der Badflue bei Wolhusen weitere Felsstürze in der gleichen Grösse wie jener im Januar zu erwarten sind. Damals stürzte ein 5000 Kubikmeter grosser Fels in die Kleine Emme und verursachte eine Überschwemmung. In der Zwischenzeit wurde die Felswand gesichert.

Ein Bagger entfernt Schlamm und Geröll nach einem Fessturz in Wolhusen.

Bildlegende: Nach dem Felssturz und der Überschwemmung kam es auch zu Verschmutzungen des Bodens. Keystone

Die vom Geologen vorgenommene Grobbeurteilung der Felswand lasse dies aufgrund des vorhandenen Kluftsystems befürchten, teilten die Gemeinden Werthenstein und Wolhusen mit. Der Kanton Luzern habe deshalb ein Projekt zur Risikoverminderung im Gebiet Badflue/Sandmättli gestartet.

Beim Felssturz und der anschliessenden Überschwemmung der Kleinen Emme kam es zu Verschmutzungen des Bodens. Aus einer betroffenen Tankanlage waren tausend Liter Dieselöl ausgetreten. Das Grundwasser wurde nicht beeinträchtigt.

Die Mineralölstoffe würden durch Mikroorganismen im humusreichen Oberboden in relativ kurzer Zeit stark abgebaut, heisst es weiter. Daher werde vorderhand auf einen sehr kostspieligen Bodenabtrag verzichtet. Für die betroffene Fläche gilt aber derzeit ein Nutzungsverbot.