Informatikbranche wünscht mehr Ausbildungsplätze

Die Informatikbranche boomt, die Lehrstellen hingegen sind Mangelware. In der Zentralschweiz werden pro Jahr nur rund 120 Informatiker, Mediamatiker oder Informatikpraktiker ausgebildet. Der Berufsverband wünscht sich zum 20jährigen Bestehen, dass mehr Unternehmen Ausbildungsplätze schaffen.

Lehrlinge sitzen am Pult und arbeiten am Computer

Bildlegende: Mediamatikerlehrlinge aus der ganzen Zentralschweiz besuchen in Adligenswil überbetriebliche Kurse. SRF

In der Zentralschweiz bilden rund 200 Unternehmen Informatiker, Informatikpraktiker oder Mediamatiker aus. «Wir sind nicht unzufrieden, aber wünschten uns, dass mehr Betriebe den Mut finden, nicht nur KV- sondern neu auch ICT- Berufsleute ausbilden», sagt Roger Erni, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der ICT Berufsbildung, VFI.

Vor 20 Jahren wurden in der Region die ersten Informatikerlehrlinge ausgebildet. In dieser Zeit enstand auch der VFI. Der Verein koordiniert den Bildungsauftrag zwischen den Betrieben und den Berufsschulen und bietet selber überbetriebliche Kurse an.

Neues Angebot geplant

«Wir sind daran, ein neues Basislehrjahr aufzubauen, damit mögliche Lehrbetriebe weniger Berührungsängste mit den ICT-Berufen haben, sagt Roger Erni. Das neue Angebot würde in ein paar Monaten vorgestellt.

«Coole Stifti»

Am Sitz des Berufsverbandes in Adligenswil treffen sich Lehrlinge aus der ganzen Zentralschweiz für Ausbildungskurse. Die angehenden Mediamatiker Marius Muff, Nicole Zimmermann und Lucien Thomet sind sich einig: «Die Stifti ist voll cool, abwechslungsreich und eine gute Basis auch für ein späteres Informatikstudium.»

Jubiläum und neuer Name

Der ICT-Berufsverband VFI feiert in Luzern am Dienstag sein 20-jähriges Bestehen unter anderem mit Bildungspolitikern und Informatiklehrlingen der ersten Stunde. Künftig will der VFI unter dem Namen ICT Berufsbildung Zentralschweiz auftreten.