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Aus dem Archiv: Porträt von Fabian Römer (07.09.2017)
abspielen. Laufzeit 04:39 Minuten.
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Innerschweizer Kulturpreis Filmkomponist Fabian Römer sahnt ab

Der Musiker aus Freienbach SZ erhält 25'000 Franken. Er gehört laut Jury europaweit zu den besten seins Fachs.

Fabian Römer gehört zu den bekanntesten und produktivsten Filmkomponisten Europas. Er hat die Musik geliefert zu mehr als 250 Fernseh- und Kinoproduktionen. Zum Beispiel für den deutschen Dreiteiler «Unsere Mütter, unsere Väter», den Schweizer Tatort oder für den SRF-Zweiteiler «Gotthard». Dazu kommen zahlreiche Kinofilme, beispielsweise: «Clara und das Geheimnis der Bären».

Bei Filmmusik stört mich, wenn mir jegliches Empfinden zu früh aufgepfropft wird.
Autor: Fabian RömerFilmkomponist und Musiker

Der Stiftungsrat der Innerschweizer Kulturstiftung, bestehend aus den Bildungs- und Kulturdirektoren der Zentralschweizer Kantone, würdigt Fabian Römer mit dieser Preisvergabe und einem Preisgeld von 25'000 Franken als «hervorragende Persönlichkeit, die mit beeindruckender Kreativität und Empathie ein bedeutendes Werk an aussergewöhnlichen Filmkompositionen geschaffen hat». Sein Schaffen findet in der Schweiz und in Europa grosse Beachtung.

Gewinner des Innerschweizer Kulturpreises

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Details zu den Gewinnerinnen und Gewinnern finden Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

  • 2003: Daniele Marques, Andi Scheitlin, Marc Syfrig, alle Luzern
  • 2004: Josef Maria Odermatt, Stans
  • 2005: Martin Stadler, Altdorf
  • 2006: Guido Baselgia, Baar
  • 2007: Werner Oechslin, Einsiedeln
  • 2008: Pirmin Meier, Rickenbach
  • 2009: Martin Wallimann, Alpnach
  • 2010: Annette Windlin, Luzern
  • 2011: Dani Häusler und Markus Flückiger, Schwyz
  • 2012: Urs Sibler, Stans
  • 2013: Maria Zgraggen, Bürgeln
  • 2014: Michael Haefliger, Luzern
  • 2015: Graziella Contratto, Schwyz
  • 2016: Judith Albert, Alpnach
  • 2017: Edwin Beeler, Rothenturm
  • 2018: Hans Hassler, Zug
  • 2019: Rochus Lussi, Stans
  • 2020: Fabian Römer, München/Freienbach

Fabian Römer wurde 1973 geboren und ist in Freienbach aufgewachsen. Nach der Matura in Schwyz studierte er Musik mit dem Hauptfach Violine. Er brach sein Studium aber ab, weil er bei einem Filmmusikkomponisten in Deutschland über die Schulter schauen konnte. 1995 gründete er zusammen mit weiteren Musikern das Tonstudio GYSKO Soundlab in Pfäffikon. Im selben Jahr komponierte er seine erste Filmmusik für den französischen Kinofilm «Les Egarés».

Drei Jahre später zog er nach München, dort lebt er heute noch und arbeitet als Gastdozent für Filmmusik. Seine Haupttätigkeit und Leidenschaft ist und bleibt aber die Produktion von Filmmusik.

Unter anderem diese Preise erhielt Fabian Römer

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Sein Werk brachte dem Schwyzer verschiedene Auszeichnungen. So zum Beispiel 1999 der Förderpreis des Kantons Schwyz und 2017 der Anerkennungspreis seines Heimatkantons. Zu dieser Auszeichnung sagte er 2017 gegenüber SRF News: «Dort wo meine Wurzeln sind eine Auszeichnung zu bekommen, ist eine besondere Ehre.»

2005 wurde er für den Film «Katze im Sack» mit dem Max-Ophüls-Preis für die beste Filmmusik ausgezeichnet. Seither erhielt er immer wieder Ehrungen, so unter anderem dreimal den Deutschen Fernsehpreis, den Musikautorenpreis der GEMA, den Preis der Deutschen Filmkritik, den Deutschen Emmy, den International Soundtrack Council Award und eine Nomination zum Deutschen Filmpreis, um nur einige Preise zu nennen.

Der Stiftungsrat des Innerschweizer Kulturpreises schreibt über Römers Arbeit: «Ihn zeichnet aus, dass er stets mit echten Instrumenten arbeitet: Er würde nie ein Orchester am Computer simulieren, sagt er. An seiner künstlerischen Arbeit begeistert Fabian Römer insbesondere die gestalterische und inhaltliche Vielfalt. Nach einer Komödie komponiert er die Musik zu einem Kriegsdrama und als nächstes steht ein Kinderfilm an – jeder Film verlangt eine ganz andere Musik, hier ganz klassisch, da Alternativ oder Indie-Rock.

Stille versteht Römer als eines der wichtigsten Stilmittel der Filmmusik: «Bei Filmmusik stört mich, wenn mir jegliches Empfinden zu früh aufgepfropft wird, mir die Möglichkeit nimmt, selbst zu empfinden. Deshalb versuche ich immer, in Absprache mit Regie und Produktion, dem Zuschauer Zeit zu geben, selbst zu fühlen und ihm nicht ständig mit meiner Musik vorzugeben, was er zu fühlen hat.»

Die Preisübergabe findet am 5. September in der Cineboxx in Einsiedeln statt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr; weip

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