Intensive Debatte rund um Strassentunnel am Gotthard

Am 4. Zentralschweizer Wirtschaftsforum auf dem Pilatus kreuzten am Donnerstag Vertreter von Wirtschaft, Politik, Alpenschutz und Wissenschaft die Klingen zum Thema zweiter Strassentunnel am Gotthard.

Einigkeit herrschte am Donnerstag am Podium des 4. Zentralschweizer Wirtschaftsforums einzig bei der Tatsache, dass der Gotthard Strassentunnel saniert werden muss. Grosse Diskussionen löste allerdings die Frage nach der Variante der Sanierung aus.

Drei Varianten stehen zur Diskussion: Zwei setzen auf eine Sanierung mit einer Komplettsperrung und einer rollenden Landstrasse als Entlastung. Eine dritte Variante will den Strassentunnel erst dann sanieren, wenn ein zweiter Tunnel gebaut und in Betrieb genommen worden ist.

Unter der Leitung von SRF-Redaktor Stefan Eiholzer diskutierten Alf Arnold, Geschäftsführer des Vereins Alpeninitiative, Andreas Ruch, Chef der Ruch AG, Roger Sonderegger, Dozent der Hochschule Luzern, Georges Theiler, Luzerner Ständerat und der Urner Regierungsrat Markus Züst.

Während für Mobilitätsfachmann Roger Sonderegger eine zweite Tunnelröhre in erster Linie viel kostet und langfristig kaum Sinn macht, ist sie für Ständerat Georges Theiler unumgänglich. Nicht auf einen weiteren Tunnel, sondern auf die Neat setzen will wiederum der Urner Baudirektor Markus Züst.