Ist das noch Kunst?

Roland Roos geht mit seiner Kunst unkonventionelle Wege. So stellt der Luzerner Künstler im Kunstmuseum Luzern eine Fabrik aus, in welcher er Kinderbücher produziert. Für sein Schaffen gewann er den Manor Kunstförderpreis Zentralschweiz.

Roland Roos (Mitte) produziert mit seinem Team Im Kunstmuseum sein Kinderbuch.

Bildlegende: Roland Roos (Mitte) produziert mit seinem Team Im Kunstmuseum sein Kinderbuch. ZVG

Roland Roos macht keine Kunst im klassischen Sinn. Er beschäftigt sich mehr mit der Reduktion, als der Produktion. So baute er zum Beispiel mal ein Auto in Italien auseinander, transportierte es Stück für Stück mit dem Zug nach Zürich und baute es dort in einem Kunsthaus wieder zusammen.

Nun ist er im Kunstmuseum Luzern zu Gast, weil er den Manor Kunstförderpreis Zentralschweiz gewonnen hat. Der 40-Jährige Künstler aus Hitzkirch gewann neben einer Ausstellung auch noch 15'000 Franken und die Möglichkeit, eine Publikation zu veröffentlichen.

Das ist Kunst!

In Luzern stellt Roland Roos nichts aus, sondern er produziert ein Kinderbuch aus Stoff. Dieses Buch beinhaltet acht Bilder, welche sich auf ein Werk von Roland Roos beziehen. Um das Kinderbuch zu produzieren ist Roland Roos von Dienstag bis Freitag mit ein paar Helfern in seiner kleinen Fabrik im Kunstmuseum vor Ort.

Das Kinderbuch aus Stoff von Roland Roos.

Bildlegende: Insgesamt gibt es sechs Serien des Kinderbuches von Roland Roos. ZVG

Aber das ist doch alles Arbeit und keine Kunst! Roland Roos kennt diese Reaktion und sagt folgendes dazu: «Ich würde gerne mit denjenigen Menschen ins Gespräch kommen und über den jeweiligen Kunstbegriff sprechen. Das gäbe eine interessante Diskussion.» Roland Roos ist noch bis am 14. September im Kunstmuseum Luzern zu Gast.

(Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr)