«Ja, aber...» - Luzerner Parteien zur Forderung nach mehr Polizei

50 neue Mitglieder für das Korps der Luzerner Polizei, so lautet die Forderung der Regierung. In einer Umfrage verraten die Parteien des Kantonsrates, was sie von dem Antrag halten.

Absolventen der Polizeischule in Hitzkirch bei einer Übung.

Bildlegende: Absolventen der Polizeischule in Hitzkirch bei einer Übung. SRF

Der Personalbestand des Luzerner Korps betrug im letzten Jahr 678 Vollzeitstellen. Ein Polizist oder eine Polizistin ist somit für durchschnittlich 569 Einwohner zuständig. Im Schweizer Schnitt sind es rund 100 weniger. Dieser Bestand ist nach Einschätzung der Kantonsregierung ungenügend. Deshalb soll es 50 neue Vollzeitstellen geben in den kommenden drei Jahren. Darüber entscheiden wird das Kantonsparlament.

Einigkeit im Grundsatz

«Grundsätzlich sind auch wir von den Grünen der Meinung, dass es allenfalls mehr Polizei-Personal braucht. Allerdings muss der Kanton dann auch entsprechend mehr Einnahmen generieren», sagt der grüne Kantonsrat Hans Stutz. Auch Priska Lorenz von der SP ist der Meinung, dass man «halt eventuell die Steuern erhöhen müsse», um sich Mehrausgaben für die zusätzlichen Stellen zu leisten.

Auch auf bürgerlicher Seite gibt es mit Vorbehalt grünes Licht für die Aufstockung. «Ob es jetzt wirklich 50 neue Leute braucht, ist zu prüfen», sagt CVP-Mann Ludwig Peyer. «Allenfalls könnte man durch Umstrukturierungen im Korps Personal einsparen», sagt auch Johanna Dalla Bona von der FDP. Für den Luzerner SVP-Fraktionschef Guido Müller gilt: «Etwas mehr Personal ja. Aber nicht bei der Verkehrspolizei: Solche, die Bussen verteilen, gibt es schon genug.»

Der Planungsbericht zum Personalbedarf der Luzerner Polizei kommt voraussichtlich noch in diesem Herbst in den Kantonsrat.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)