Justiz prüft Facebook-Einträge auf Rassen-Diskriminierung

Die Staatsanwaltschaft Emmen prüft, ob sie eine Strafuntersuchung wegen Rassendiskriminierung einleiten soll. Es geht dabei um Äusserungen auf Facebook. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem Angriff auf eine junge Frau beim Reussufer.

Screenshot einer Facebook-Meldung der Gemeinde Emmen.

Bildlegende: Auf der Facebook-Seite der Gemeinde Emmen löste ein Fahndungsaufruf der Polizei Hassreaktionen aus. SRF/Screenshot

Die Polizei geht davon aus, dass die junge Frau am 21. Juli auf einem Weg entlang der Reuss vom Velo gerissen und vergewaltigt wurde. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen. Die Polizei veröffentlichte einen Fahndungsaufruf, den die Gemeinde Emmen auf ihrer Facebook-Seite publizierte.

Darauf folgten derart viele bösartige Kommentare, dass die Gemeinde die Kommentarfunktion gleich wieder sperrte. Sie schaltete Polizei und Staatsanwaltschaft ein. Diese prüft nun, ob sie eine Strafuntersuchung wegen Rassendiskriminierung einleiten soll, wie die Luzerner Strafverfolgungsbehörden auf Anfrage bestätigen.